Inhaltverzeichnis  

Zusammenfassung

In unsere globalisierte Welt können auch einfache kleine Taten das Leben von Bürgern am anderen Ende der Welt erheblich beeinflussen. Schauen wir mal ob unseres Verhalten im täglichen Leben auch zu ein besseres Leben für andere Leute auf dieser Welt beitragen könnte.
Einführung  

Die Globalisierung die unsere heutige Welt erfasst hat ist die Folge einer erhöhten Geschwindigkeit und erhöhte Verbreitung von Information. Fast jeder kann heute mit ferne Leuten zu einem vernünftigen Preis kommunizieren was das Entstehen von viele neue Geschäftsgelegenheiten gebracht hat. Die Geschichte zeigt uns dass, jedes mal wenn die Menschheit ein Schritt nach vorne gemacht hat, das Phänomen unweigerlich von temporäre negative Effekte begleitet wurde. Nur die Korrektur von diesen Seiteneffekte konnte diese Schritte auch zu wirkliche Fortschritte für alle Menschen machen.

 

Auch die schärfsten Widersacher können nicht die aus der Globalisierung entstehende Entwicklung verhindern, aber ihre Klagen erinnern uns stetig daran dass, um aus diesem Phänomen ein wirklicher Schritt nach vorne zu machen, wir immer noch Korrekturen für die offenkundige Seiteneffekte finden müssen. Noch einmal zeigt uns die Geschichte dass, um akzeptiert zu werden, wirkliche Fortschritte immer von neue ethische Verhaltensregeln gefolgt werden mussten.
Dieser Aufruf möchte einige Argumente zu Gunsten neuer ethischen Prinzipien beitragen die nötig sind um die Globalisierung in ein wirklicher Fortschritt für alle Menschen zu konsolidieren.

Erkennung eines Problems  

Früher wenn Leute Waren am Markt oder beim Kleinhändler kauften kannten sie die Herkunft und wie man sie herstellte und oft begegneten sie den Hersteller selber. Heute können die Leute kaum mehr auf eine Weltkarte die Herkunft von den gekauften Produkte eruieren. Noch weniger wissen sie über die Bedingungen unter welche sie hergestellt werden. Diese Umstände erklären sicher zum Teil die Ursache der Probleme die manche Menschen in weniger entwickelte Länder begegnen.
Wir würden kaum erfreut sein zu erfahren dass die Produkte, die wir legal im Laden gekauft haben, tatsächlich von einem Diebstahl herkommen. Wir würden kaum Produkte kaufen die die Zerstörung unserer Umwelt beinhalten würden. Wir würden es für abscheulich ansehen unterbewertete Waren von Leute in Not zu kaufen. Wir würden uns kaum wohl fühlen in Anbetracht von Kindern und Erwachsene die zur Arbeit versklavt sind.

 

Nun kaufen wir aber jeden Tag Waren ohne bewusst zu sein dass viele von ihnen in verschiedenen Ausmass der einte oder andere soeben beschriebener Umstand beinhalten. Falls wir in Kenntnis dieser Tatsachen weiter solche Waren kaufen, werden wir gemäss unseren Gesetzen Mittäter an einem Verbrechen. So hart diese Aussage klingen mag verliert sie fast vollkommen ihr Gewicht wenn wir sie mit der Entität des vermeintlichen Verbrechen gegenüberstellen. Vorausgesetzt dass ein Gericht sich für kompetent erklärt, riskieren wir im besten Fall eine ernste Verwarnung. Hierzu kommt noch dass wo kein Kläger ist es auch kein Gerichtsverfahren gibt.
Genau dies aber geschieht den Opfern in der vorher beschriebenen Beispiele: sie haben keine Mittel um eine Klage zu führen, deshalb werden wir nie von ihnen hören. Auch im Falle dass jemanden klagen würde, währe er mit dem Umstand konfrontiert eine grosse Zahl von Schuldigen identifizieren zu müssen. Offenbar ist es der kombinierte Effekt von vielen kleinen Verbrechen dass grosse Ungerechtigkeiten diesen hilflosen Opfern beifügt.

Auf den Weg nach einer Lösung  

Unsere Gesetze waren nie den Ursprung sondern immer die Konsequenz eines erworbenen ethischen Verhaltens. So lange die Leute nicht der Ungerechtigkeit einer Tat bewusst sind werden sie kaum irgend ein verkündetes Gesetz anerkennen. Deshalb, was kann das Bewusstsein einer durch unsere Taten erzeugte Ungerechtigkeit fördern? Der erste Schritt ist Kenntnis zu nehmen von den Umständen der Herstellung der von uns gekauften Produkte. Das Bewusstsein kann nur von dem Verständnis der Mechanismen die den Handel kontrollieren entspringen. Anders gesagt die Verbreitung von Information über Gelegenheiten sollte auch von Auskünfte über den Umständen wie sie auftreten und den Begünstigten begleitet sein. Heute existieren lobenswerte Initiativen für gerechter Handel, wie z.B. Max Havelaar Foundation, Fairtrade Labelling Organizations (FLO) undsw.

 

Sie haben schon ein Beitrag zum Bewusst werden über den vorher erkannten Probleme geleistet und haben neue Handelswege aufgestellt basierend auf gerechte Regeln. Die Tatsache das niemand wirklich gerne von Almosen leben mag sollte uns doch dazu führen es vorzuziehen ein gerechter Preis zu zahlen als im Nachhinein Spenden aus dem ersparten zu machen. Es mag wohl sein dass unsere barmherzige Gefühle scheinbar keine Erfüllung kriegen aber die Selbstwürde der Produzenten würde gesteigert und würde sie dazu bringen ihr Lebensniveau selbstständig zu verbessern. Auch vom Ökonomischen Standpunkt aus ist diese Methode besser als einfach zu spendieren ohne die Leute dazu fördern etwas zu unternehmen um ihr Schicksal zu verbessern.

Schlussfolgerungen  

Was wir als ein Fluss wahrnehmen ist das Resultat von vielen Wassertropfen. Wenn viele von uns wenige zusätzliche Pfennige für den Kauf von Produkte unter der Etikette gerechter Handel ausgeben würden, würden wir auch andere Leute erlauben ein dezentes Leben zu führen wie wir uns davon erfreuen, und reduzieren somit die Armut vieler Menschen.

 

Auch scheinbar kleine Taten können ein grossen Einfluss auf das Leben von anderen Menschen haben. Dies führt uns dazu eine neue Ethik des täglichen Lebens zu postulieren dessen Hauptziel ist, den kombinierten Effekt von vielen kleinen Taten ins Konzept der Gerechtigkeit zu integrieren.

Louis JEAN-RICHARD

Oktober 2002

Literaturnachweis  
  1. Max Havelaar Foundation - Mission
  2. FLO - Fairtrade Standards